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Schildzwerg
Schildzwerge2
Region:

Toril (Luruar, Damara, Impiltur, Der Norden, Vaasa, Die Weite)

Lebenserwartung:

250 Jahre (bis zu 450 Jahre)

Sprache:

Zwergisch, Gemeinsprache

Augenfarbe:

Grün, Graublau

Haarfarbe:

Von hellbraun bis rot

Haut- oder Pelz­farbe:

Hell bzw. leicht gebräunt

Durschnittliche Körpergröße:

1,31 - 1,50m

Durschnittliches Gewicht:

72 - 100kg

Gesinnung:

Alle, tendenziell Rechtschaffen

Schildzwerge sind die wohl am häufigsten anzutreffende Zwergenart. Einst waren sie die Herrscher über mächtige Königreiche überall auf Faerûn, durch hunderte Jahre langen Krieg gegen ihre goblinoiden Feinde haben sie aber stetig an Bedeutung verloren. Seitdem sind sie auch weit aus weniger an der Oberfläche Faerûns anzutreffen, jedoch wurden die Schildzwerge während des Zeitalters des Umbruchs durch die Donnersegnung im Jahre 1306 TZ im Streben wieder eine wichtigere Rolle in der lokalen Politik zu spielen zusätzlich angetrieben.

AussehenBearbeiten

Schildzwerge sind etwa 1,40 Meter gross, haben helle oder leicht gebräunte Haut, und normalerweise grüne oder graublaue Augen. Beide Geschlechter lassen ihre Haare lang wachsen, und die Männer (und auch einige Frauen) lassen sich lange, liebevoll umsorgte Bärte stehen. Die Haarfarbe variiert zwischen hellbraun und rot, und wird im Laufe eines Zwergenlebens zu der bekannten weissen oder silbrigen Haarmähne.

Leben & KulturBearbeiten

Schildzwerge sind für ihre Ehrenhaftigkeit, was ein gegebenes Wort angeht bekannt - und gleichermaßen für ihre unglaubliche Sturheit, die Unwilligkeit, von ihrem Standpunkt auch nur einen Milimeter abzurücken, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Sie lieben Handwerkskunst und sehen die Welt oft als Rohmaterial, das ein Zwerg erst noch in die richtige Form bringen muss. Unter den Schildzwergen gibt es zwei grosse Gruppen, die "Versteckten" und die "Wanderer". Die Versteckten stellen die traditionellen Zwergenclans dar, die in ihren Höhlen bleiben und sich um die Welt "da oben" recht wenig scheren, die Wanderer sind jene, die ausziehen, um die Welt kennen zu lernen, verlorene Schätze der einstigen Zwergenkönigreiche wiederzufinden oder sonstigen Handel zu treiben. Schildzwerge sind dafür bekannt, nur langsam zu Fremden Vertrauen zu fassen und Angriffe niemals zu vergessen. Alle Zwerge sprechen zwergisch und lesen und schreiben Dethek, die Allermeisten sprechen dazu noch die Handelssprache und einige noch weitere Sprachen wie zum Beispiel gnomisch. Kaum ein Schildzwerg wendet sich von der Anbetung des Morndinsamman ab, aber Dumathoin wurde als Hauptgottheit der Schildzwerge betrachtet. Zwergenkinder werden in starken Familienclans erzogen, und man erwartet von ihnen, daß sie als Erwachsene sich selbst und die anderen Angehörigen des Clans versorgen können. Den Ältesten wird stets Respekt gezollt; sie sind die Entscheidungsträger der Zwergenclans. Es ist unter Zwergen durchaus üblich, den eigenen Reichtum möglichst vorteilhaft zur Schau zu stellen, um den grösstmöglichen Eindruck bei anderen zu machen. Von daher erklären sich juwelenbesetzte Äxte und dergleichen schnell.

GeschichteBearbeiten

Schildzwerge sind die allgemein bekannteste Zwergenrasse, die in ganz Faerûn, überall im Westen, Osten und Norden, verbreitet ist. Sie verfolgen ihre Abstammungslinien gerne und häufig bis zurück zu den Gründern des Grossen Zwergenkönigreichs Shanatar beziehungsweise (bei den Clanoberhäuptern der bedeutenden Häuser) auch gern bis zurück zu Taark Shanat dem Eroberer und seinen acht Söhnen. Das Reich Shanatar befand sich in der Grossen Höhle von Alatorin unter dem Shaar. Der Legende nach erschlug Taark Shanat dort selbst vier grosse blaue Drachen, die die Höhle besetzen, und der Zwergengott Dumathoin formte aus den vier Schädeln den Wyrmschädel-Thron. Die Halle dort wurde fortan Hellaxt-Halle genannt und wurde zum Machtzentrum des legendären Zwergenreichs Shanatar. Die acht Söhne Taarks gründeten jeweils eigene Königreiche unter Tethyr und Amn und weihten sie ihren eigenen Schutzgöttern. Etwa um -9000 TZ brach ein Krieg der einzelnen Königreiche untereinander aus, der von den Drow von Guallidurth ausgenutzt wurde, um die Höhle von Alatorin zu erobern. Viele Legenden der Schildzwerge erzählen vom ersten und zweiten Spinnenkrieg, als sich die acht Königreiche vereinten, um Alatorin zurückzuerobern. Schliesslich wurde die Halle zurückerobert, und die Götter wählten aus den Königen der acht Reiche Ultoksamrin, den Hohepriester von Dumathoin, zum neuen Kaiser eines vereinten zwergischen Königreichs. -8100 TZ attackierten die Ilithiden das neue Shanatar, ein Konflikt, der unter den Zwergen als der Krieg der Geistschleicher bekannt ist. -6100 TZ folgte der dritte Spinnenkrieg, bei dem die Hellaxt-Halle wieder von den Drow erobert wurde, aber Shanatar noch immer weiter bestand. -5960 TZ gründeten die Schildzwerge das Hohe Shanatar an der Oberfläche der Welt nördlich der Wandernden Berge. Es existierte bis etwa -2600 TZ, wurde aber von der Expansionswut Calimshans in einem langen und blutigen Konflikt zerrieben. Im Laufe der Zeit gründeten die Schildzwerge des Tiefen Shanatar eine Reihe anderer, nördlicherer und ebenfalls glorreicher Königreiche wie Ammarindar, Delzoun, Oghrann, Sarbreen und Haunghdannar, die aber eins nach dem anderen zu Staub zerfielen. Etwa um -1800 TZ kam es zu dem letzten grossen Konflikt, der als die "kin clashes" (die Prügelei der Vettern) bekannt wurde. Die Duergar invasierten das angeschlagene Königreich Shanatars und vernichteten mit Ultoksamrin und Holorarar den letzen Abglanz des einstigen Kaiserreiches. Nur Iltkazar, das heutige Zwergenreich, überlebte den Fall Shanatars, und bietet nicht mehr als einen müden Abglanz der einstigen Grösse des Kaiserreichs der Tiefe. Noch heute träumen die Schildzwerge davon, ihre einstige Grösse wieder zu erlangen, sind aber durch die erbitterten Kämpfe der Vergangenheit in ihrer Zahl noch recht dezimiert.

QuellenBearbeiten

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