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Frostzwerg
Frostzwerge
Region:

Toril (Der Große Gletscher)

Lebenserwartung:

250 Jahre (bis zu 450 Jahre)

Sprache:

Zwergisch, Kurit, Sossal, und Uluik

Augenfarbe:

Hellblau

Haarfarbe:

Schneeweiß

Haut- oder Pelz­farbe:

Sehr hell mit bläulichen Grundton/sonnenbraun-rot

Durschnittliche Körpergröße:

65 - 104m

Durschnittliches Gewicht:

24 - 38kg

Gesinnung:

Alle

Frostzwerge, auch als Arktische Zwerge genannt, sind einer Zwergenrasse die sich primär in den abgelegenen Bereichen des großen Gletscher den nördlichsten Bereichs Faerûns aufhalten. Siehaben eine andere Abstammung wie die anderen Zwerge Faerûns und auch die der Duergar, auch unterscheiden sie sich körperlich und kulturell signifikant von den anderen des Zähen Volkes, man sagt ihnen sogar nach sie seien eine eigenständige Rasse. Frostzwerge waren lange Zeit nahezu unbekannt, bis vor nicht allzu langer Zeit eine kleine Gruppe an die Grenzen Luruars übersiedeln wollte.

AussehenBearbeiten

Mit etwa 85 Zentimeter Größe sind die Frostzwerge die mit Abstand kleinsten Zwerge Faerûns. Sie sind sehr muskulös und kräftig gebaut, so daß sie fast quadratisch wirken. Ihre Finger und Zehen sind dick und kurz und ihre Füße flach und breit. Ihre Augen sind hellblau, ihre Haut sehr hell, mit einem bläulichen Grundton. Allerdings lieben es Frostzwerge, grösstenteils unbekleidet in der gleissenden Sonne ihres Gletschers herumzutollen, und daher ist ihre Haut auch oft sonnenbrand-rot, mindestens Wangen und Stirn. Dies empfinden Frostzwerge übrigens nicht als schmerzhaft. Frostzwerge gehen barfuß und tragen aus Fellen und Pelzen genähte Kleidung, wobei sie das weiße, feine Eisbärenfell am höchsten schätzen. Ihre Haare und Bärte sind schneeweiß, mit vielen Löckchen durchsetzt und zumeist kunstvoll geflochten. Jäger der Inguaakalikurit, wie sie sich selbst nennen, tragen zumindest eine Waffe, oft die in vielen Liedern und Geschichten dieses Volkes besungene Harpune, die fast so lang ist wie sie selbst. Frauen der arktischen Zwerge haben zumeist ein kleines Baby, schön warm eingepackt in mehrere Lagen Pelze, auf dem Rücken. Ihre kalte, raue Umgebung macht es erforderlich, daß die Ausrüstung eines arktischen Zwergs ohne Schneeschuhe und Schneebrille nicht komplett ist. Zudem lieben die arktischen Zwerge ihre Hunde und sind meistens von ihnen umgeben. Diese werden auch sowohl zum Reiten wie auch zum Schlittenziehen verwendet. Frostzwerge leben in festen Stammesgemeinschaften und wagen sich kaum je allein in die einsamen und tödlichen Weiten des Großen Gletschers.

Leben und KulturBearbeiten

Frostzwerge nennen sich selbst Inguaakalikurit und unterscheiden sich in ihrer Gesellschaft entscheidend von anderen Zwergenvölkern. Frostzwerge sind sehr neugierig und anderen Zivilisationen gegenüber aufgeschlossen, sie gelten als ausgesprochen gastfreundlich. Ihr Clan und ihre Familie bedeuten ihnen zwar alles, jedoch tragen die Taten eines Vorfahren oder die Ehre eine Blutlinie nicht zum Ruhm des gegenwärtig lebenden arktischen Zwerges dieser Familie bei - zwar sind die Heldentaten ihrer Vorväter den arktischen Zwergen wichtig, und sie erzählen sie ihren Kindern in langen, teils gesungenen, teils gesprochenen Geschichten, doch oft wird ein solcher Stammesheld als unabhängig von der Familie, der er entstammte, angesehen. Frostzwerge verehren keinen Gott im besonderen Maße, und, im Gegensatz zu allen anderen Zwergen, auch nicht das Morndinsamman, das Pantheon der Zwergengötter. Wenn überhaupt, so verehren sie Uluthiu, den Gott des großen Gletschers auf dem sie leben oder Talos Sturmkönig. Die arktischen Zwerge haben eine stark druidisch geprägte Kultur, und ihrem "heiligen Mann" wird stets besonderer Respekt entgegen gebracht. Auch für Fremde ist es eine weise Entscheidung, diesen Heil-Schamanen und Anführer nicht zu beleidigen. Frostzwerge sprechen zwergisch in einem sehr starken, selbst anderen Zwergen kaum verständlichen Dialekt, der viele aus dem Uluik, der Sprache der Ulutiun, entlehnte Wörter enthält. Sie selbst nennen ihre Sprache Kurit, und einigen Forschern zufolge existieren alte Fragmente von niedergeschriebenem Kurit in Dethek, der allgemein verbreiteten Schrift der Zwerge. Allerdings sind so gut wie alle arktischen Zwerge Analphabeten. Ihre Geschichten und Lieder werden mündlich von einer Generation an die nächste weitergegeben, ihre Jagdtechniken müssen geübt und gezeigt werden - so daß die arktischen Zwerge schlicht kaum Bedarf für Niedergeschriebenes haben. Im Gegensatz zu den anderen Zwergenvölkern graben die arktischen Zwerge nicht nach Metallen, und das einzige Handwerk, das sie kunstvoll ausüben, ist das Schnitzen von Elfenbein. Auch werden zwar persönliche Leistungen innerhalb der Stammesgemeinschaft anerkannt, doch das Streben der meisten arktischen Zwerge richtet sich darauf, möglichst viel Zeit mit der eigenen Familie zu verbringen, mit Spielen und Wettbewerben, oft im Ringen, mit Geschichten und Singen oder sich auf sonst eine angenehme Art die Zeit zu vertreiben. Nur wenige Frostzwerge wollen mehr erreichen, als ihr Überleben für den nächsten Tag zu sichern. Stattdessen herrscht in ihrer Kultur allgemein die Meinung, das Leben sollte man bis zum äussersten geniessen, und daß es sich nicht lohne, Reichtum oder materielle Güter anzusammeln. Alle Zwerge eines arktischen Stammes tragen zum Überleben des gesamten Stammes bei - mehr als das Notwendige dafür zu tun, wird aber selten belohnt. Die Kinder der Inguaakalikurit wachsen unter Aufsicht der Ältesten auf, die nicht mehr jagen können, und man lehrt sie die alten Geschichten und die Kunst von Jagd, Iglu-, Kanu- und Schlittenbau. Alle Kinder des Stammes erhalten große Aufmerksamkeit von allen Erwachsenen des Stammes. Alle übernehmen bis zu einem bestimmten Grad die Elternrolle an den Stammeskindern, und auch das Stillen der Kinder bei verschiedenen Müttern ist durchaus üblich bei ihnen. Beide Geschlechter des Stammes jagen, bis die Kinder die Frauen zwingen, bei der Siedlung zu bleiben oder derjenige dafür zu alt und zu langsam wird, um mit zu halten. Nach dem Tod werden Frostzwerge im Eis beigesetzt, meist schlichte, rechteckige oder in seltenen Fällen achteckige Eisgruben, die wieder mit Eis bedeckt werden. Das Gesicht eines toten Zwergs, halb verborgen tief im Eis, ist ein seltener, aber kein ganz ungewöhnlicher Anblick für Frostzwerge, und wird von ihnen zumeist als Zeichen oder Warnung betrachtet. Frostzwerge haben eine sehr pragmatische Haltung in Bezug auf Magie - wenn es ihnen beim Jagen hilft, ist es gut; wenn nicht, dann höchstens eine lustige Geschichte für die Kleinen. Anderen Völkern gegenüber haben Frostzwerge keine Vorurteile, da sie ihnen so selten begegnen. Allerdings sind die Frostriesen ihre erklärten Feinde, und Wesen, die sich nur selten in den hohen, kalten Norden verirren, etwa Halb-Orks oder Halblinge, sind für sie bestaunenswerte Exoten. Andere Zwerge und Gnome finden die arktischen Zwerge zum Großteil erheiternd, da sie ihnen so ähnlich sind und gleichzeitig so "komische" (für ihre Begriffe) Ansichten haben. Halb-Elfen und Elfen werden von ihnen recht zurückhaltend behandelt, denn die einzigen Elfen, die sie kennen, sind die geflügelten Avariel, die hoch über ihren Jagdgebieten hin und wieder die Lüfte durchkreuzen.

GeschichteBearbeiten

Frostzwerge stellen in so fern etwas besonderes dar, daß sie ihre Abstammung nicht zur Ersten Höhle Bhaerynden, der Heimat der häufiger gesehenen Zwergenrassen, zurückverfolgen. Dieses erste große Reich der Zwerge lag dort, wo sich heute die Große Kluft findet, mitten im Shaar im Süden Faerûns. Stattdessen, nehmen Forscher an, sind die arktischen Zwerge vom Yehimal aus immer weiter nach Norden gewandert. Das Yehimal ist eine Landschaftsformation an der Grenze der drei Kontinente Faerûn, Kara-Tur und Zhakara, dort sind nachweislich die ersten zwergischen Besiedlungsspuren überhaupt zu finden. Einige Forscher behaupten, daß die arktischen Zwerge einst ein großes, nördliches Reich regierten und der große Gletscher alle Spuren davon unter sich begraben hat, aber wenn das so ist, dann existieren darüber nirgendswo mehr Aufzeichnungen. Die Inguaakalikurit selbst haben keinerlei Aufzeichnungen oder Überlieferungen über ihre Herkunft. Sicher ist nur, daß sie auf dem Gletscher selbst lebten, bevor die Ulutiun-Menschen kamen. Dann zogen sie sich in die Hochtäler Novularonds zurück und lebten seitdem dort, offensichtlich grösstenteils in friedlicher Isolation und unberührt vom Vergehen der Zeit.

QuellenBearbeiten

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